Gestern fand im alten Sägewerk in Unterweißenbach eine groß angelegte Übung statt.
Angenommen wurde eine starke Rauchentwicklung nach einer Verpuffung während einer Feier im alten Sägewerk.
Die Übung wurde vom Roten Kreuz organisiert und ausgearbeitet sowie in Absprache mit der Feuerwehr geplant. Ein Großaufgebot des Roten Kreuzes mit rund 70 Einsatzkräften sowie etwa 70 Statisten wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Unterweißenbach und den Feuerwehren der Alarmstufe 2 mit insgesamt 123 Einsatzkräften unterstützt.
Im Einsatz standen die Feuerwehren Mötlas, Hackstock, Kaltenberg, Weitersfelden, Königswiesen, Haid, Schönau, Oberndorf sowie die EFU Tragwein.
Besonders herausfordernd gestaltete sich die Lage am Übungsschauplatz: Schreiende Partybesucher, vermisste Personen sowie ein stark verrauchtetes Gebäude stellten ein äußerst realistisches Szenario dar. Die Einsatzleitung verschaffte sich rasch einen Überblick über die Lage und koordinierte die Aufgaben der eingesetzten Kräfte. Ein Großteil der Statisten musste von den Feuerwehren unter schwerem Atemschutz aus dem Gebäude gerettet werden.
Seitens des Roten Kreuzes wurde zunächst eine Patientensammelstelle und anschließend eine Sanitätshilfsstelle zur Behandlung der verletzten Personen sowie zur Vorbereitung des Abtransports eingerichtet.
Der feuerwehrtechnische Schwerpunkt lag auf der Einsatzkoordination, der Rettung von Verletzten unter Atemschutz sowie der Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Versorgung der Betroffenen. Zusätzlich wurde eine Brandbekämpfung von außen durchgeführt.
Die Übergabe der geretteten und teils schwer verletzten Personen sowie deren weitere Versorgung stellt bei einer derart hohen Anzahl an Betroffenen die größte Herausforderung dar und erforderte eine intensive Kommunikation zwischen den beteiligten Führungskräften.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die bei dieser sehr besonderen und lehrreichen Übung mitgewirkt haben.
Bilder von OBI d.F. Edith Hinterkörner/AFKDO Unterweißenbach